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Der Jahresbericht 2012


Mitgliedsangelegenheiten

Am 31.12.2011 hatten wir einen Mitgliederbestand von 71 aktiven Mitgliedern. Auf der Jahreshauptversammlung am 28.01.2012 wurden folgende Wahlen durchgeführt: Rainer Saurin ist zum Sicherheitsbeauftragten und Björn Setzer und Christian Cordts sind zu Kassenprüfern gewählt worden. Aus der Jugendfeuerwehr wurden keine Mitglieder in die Aktive Wehr übernommen. Die Kameradin Marion Böge und der Kamerad Tobias Friese sind in die Feuerwehr Schönberg neu eingetreten. Der Kamerad Löschmeister Uwe Stuhr wurde in die Ehrenabteilung verabschiedet. Leider sind 2 Mitglieder aus persönlichen Gründen ausgetreten. Weiterhin wurde 1 Kamerad aus der Wehr ausgeschlossen. Unser Ehrenmitglied Löschmeister Kurt Bahr ist im November 2012 verstorben.

Am 31.12.2012 gehörten der Wehr somit 69 aktive Mitglieder an, darunter 10 Frauen. Wir haben zur Zeit 11 Ehrenmitglieder. Die Jugendfeuerwehr hatte einen Mitgliederbestand von 23 Jugendlichen. Außerdem unterstützten 512 fördernde Mitglieder unsere Wehr mit ihren Beiträgen.

 

Allgemeines

Im Jahr 2012 hat die Wehr 15 Übungsdienste mit 1.934 Stunden und zusätzlichen zahlreichen Ausbildungsveranstaltungen durchgeführt. Der Vorstand ist im vergangenen Jahr zu vier Sitzungen zusammengekommen. Außerdem fanden eine Jahreshauptversammlung und eine Mitgliederversammlungen statt.

Der Wehrvorstand hat zahlreiche Jahreshauptversammlungen der Nachbarwehren besucht. Es wurden die Wehren Höhndorf/Gödersdorf, Wisch, Fiefbergen, Stakendorf, Bendfeld, und der LZG Kreis Plön besucht. Auf Kreisebene wurden die Jahreshauptversammlungen der Jugendfeuerwehren und des Kreisfeuerwehr-verbandes besucht.

Unsere 36 Atemschutzgeräteträger wurden in der Atemschutzstrecke der Kreisfeuerwehrzentrale Plön und im Brandgewöhnungscontainer auf dem Übungsplatz in Wankendorf ausgebildet. Es wurden auch mehrere Übungen vor Ort genutzt, um die Einsatztaktik und das Verhalten im Notfall mit den Atemschutzträgern weiter zu vertiefen. Es konnten 4 neue Atemschutzträger an der Kreisfeuerwehrzentrale ausgebildet werden. Zusätzlich haben 5 Atemschutzträger den Lehrgang Atemschutznotfalltraining besucht.

Weiterhin wurde die Aus- und Fortbildung von Drehleitermaschinisten durchgeführt. Zur Zeit stehen uns 12 ausgebildete Drehleitermaschinisten für den Einsatzdienst zur Verfügung. Die Ausbildung mit der modernen Technik ist zeitaufwändig und bedarf einer ständigen Fortbildung. Es wurden bereits 7 Kameraden zur Fortbildung an die Landesfeuerwehrschule geschickt. Hier wurde den Maschinisten das taktische Führen einer Drehleiter im Einsatz vermittelt. Die neue Ausbildungsstufe 4 für die weitere Ausbildung unserer Einsatzkräfte wurde vorbereitet. Bei dieser Ausbildung sollen die Truppführer der Drehleiter das taktische Führen im Einsatz erlernen. Die praktische Ausbildung erfolgt  2013.

Die Aus- und Fortbildung der 24 Feuerwehrsanitäter war weiterhin ein wichtiger Punkt in der Ausbildung. Wir wurden zu etlichen Einsätzen gerufen, bei denen unsere Feuerwehrsanitäter Hilfe leisten mussten. Am 26.05.2012 mussten unsere Sanitäter bei einer Übung am Kompostplatz mehrere Verletzte versorgen. Als Lage wurde angenommen, dass ein Radlader in eine Gruppe von Fahrradfahrern gefahren ist. Es mussten verschiedenste Verletzungsmuster erkannt und versorgt werden. Alle Teilnehmer waren immer sehr motiviert und wissbegierig. Mein besonderer Dank gilt den Kameraden Dark Schramm und Karl-Heinz Schulz für die Organisation und Durchführung der Aus- und Fortbildung.

Im Bereich der Brandschutzerziehung wurden wieder einige Veranstaltungen in den Schulen, Kindergärten und im Feuerwehrhaus organisiert. Es wurden über 80 Kindern und ihren Betreuern die Gefahren und das richtige Verhalten durch unsere Kameradinnen und Kameraden näher gebracht. Als neue Brandschutzerzieher haben sich Thorsten Muhs und Stefan Schwab gemeldet. Sie werden zusammen mit Dirk Andersen unsere Schulen und Kindergärten betreuen.

Unsere Wehr hat an Übungen der Freiwilligen Feuerwehren Köhn, Stakendorf, Prasdorf, Wisch und dem LZG teilgenommen. Bei einer Übung in Wisch auf dem Ferienhof Gellhorn mussten Personen über die Drehleiter aus dem Dachgeschoß gerettet werden. In Köhn wurden wir mit mehreren Fahrzeugen zu einem Unfall in einer Biogasanlage angefordert. Ein Schwerpunkt dieser Übung war die Menschenrettung. Unsere Erkundungseinheit musste unter CSA eine Menschenrettung durchführen und Gefahrstoffe an der Einsatzstelle messen. In Prasdorf waren die Schwerpunkte der Übung der Atemschutzeinsatz und die Menschenrettung. In Stakendorf wurde ebenfalls eine Alarmübung durchgeführt. Leider wurden die Einsatzkräfte einen Tag zu früh durch die Leitstelle alarmiert. Da die Übung am Objekt noch nicht vorbereitet war, wurde die Übung durch den örtlichen Wehrführer abgebrochen. Am 19.05.2012 führten wir gemeinsam mit dem LZG eine Übung im Bereich der Ostseeklinik durch. Bei dieser Übung kam es zu einem Gefahrgutunfall im Bereich der Schwimmbadtechnik. Gemeinsam mit den Kameraden des LZG mussten die CSA-Trupps die Menschenrettung und die weitere Gefahrenabwehr durchführen. Zum Schluss der Übung konnten wir eine positive Bilanz ziehen.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit hat die Wehr das traditionelle Grillfest am 02. August 2012 ausgerichtet. Mit der „Sönke Sievers Band“ konnten wir musikalisch unsere Gäste in Schwung bringen. Das Team von Witt`s Gasthof hat unsere Gäste mit Leckereien aus ihrem Grillstand versorgt. Zu diesem Fest besuchten uns auch Abordnungen der Wehren aus Wildetaube/Thüringen und Schönberg/Sachsen.

Ein Höhepunkt war unser Tag der offenen Tür am 25.08.2012. In der Zeit von 10.00-17.00 Uhr konnten sich Besucher rund um die Feuerwehr informieren. Durch Fachfirmen aus Schönberg wurde der richtige Umgang mit Rauchmeldern vorgestellt. Weiterhin wurden durch Kameraden weit über 100 Rettungskarten für deren Pkw`s erstellt. Aber auch das Interesse an Technik der Feuerwehr war sehr groß. Alle Bereiche unserer Ausrüstung wurden den Besuchern erklärt und bei Bedarf auch vorgeführt. Wer wollte, konnte auch selber mal die hydraulischen Rettungsgeräte an einem Fahrzeug ausprobieren. Unsere Jugendfeuerwehr hatte sich mit Wasserspielen um den Nachwuchs gekümmert. Aber auch so mancher Opa kam beim Bedienen der Kübelspritzen ganz schön ins schwitzen. Die Verköstigung an diesem Tag wurde durch unsere Reserveabteilung gemeinsam mit ihren Frauen gesichert. Unsere Frauen hatten Kuchen und Torten gebacken. Am Ende des Tages waren wir sehr zufrieden. Mit so einer großen Anzahl von Besuchern und dem großen Interesse an unsere Arbeit hatten wir nicht gerechnet. Wir konnten jeweils ein neues Mitglied für unsere Jugend- und Einsatzabteilung gewinnen.

Im Ostseehotel Holm wurde am 14.11.2012 das 13. Konzert mit dem Musikzug der Feuerwehr Alt-Duvenstedt veranstaltet. Das Konzert war auch schon wie in den Vorjahren sehr gut besucht. Ganz besonderen Dank möchte ich all den Helfern aussprechen, die die Gestaltung der Bühne übernahmen.

In der Gemeinde haben wir ebenfalls an einigen Veranstaltungen teilgenommen. Einige Kameradinnen und Kameraden waren beim Neujahrsempfang, Seebrückenfest, Maibaum aufstellen, Gewerbeschau, Schützenwoche und bei der Aktion „Saubere Gemeinde“.

Das Radrennen „Fiefbergener Rund“ wurde wieder von uns unterstützt. Mit 28 Einsatzkräften haben wir gemeinsam mit der Polizei für die Sicherheit an der Rennstrecke im Gemeindegebiet gesorgt.

Der seit 48 Jahren bestehende Skat- und Knobelabend mit der Freiwilligen Feuerwehr Höhndorf/Gödersdorf fand dieses Jahr in Gödersdorf statt. Einige langjährige Gäste waren wieder bei dieser Veranstaltung dabei. In diesem Jahr wurde erstmals ein drittes Spiel angeboten. Neben Skat und Knobeln konnte man sich auch für Kniffeln entscheiden. Das neue Angebot wurde gut angenommen.

Der 1. Mittwoch im Monat ist für unsere Ehrenmitglieder und die Kameraden der Reserveabteilung ein wichtiger Termin. Durch die monatlichen Treffen im Feuerwehrhaus wird immer noch der direkte Kontakt zur Wehr erhalten und gepflegt.

Eine Abordnung unserer Wehr besuchte regelmäßig die Veranstaltungen des Ostufer-Preisskates mit sehr gutem Erfolg. Unsere Skatspieler konnten schon wie in den Vorjahren gute Ergebnisse vorweisen. Es währe schön, wenn auch einige jüngere Mitglieder den Weg zum Skatspielen finden würden. Wer Lust hat, kann sich bei unserem Spielführer Sven Talleur melden.

Der Abschluss zum Jahresende war für alle Kameradinnen und Kameraden mit ihren Familien der Weihnachtsbrunch am dritten Advent im Restaurant Palmengarten am  Holm. Der Weihnachtsmann sowie die „besondere Bedienung“ mit den humorvollen Einlagen und Darstellungen sorgten für eine gelungene Abwechselung an diesem Tag.

 

Einsatzübersicht:

Im Jahr 2012 musste die Freiwillige Feuerwehr Schönberg zu insgesamt 139 Einsätzen ausrücken. Darunter sind 16 Brandeinsätze und 90 Einsätze im Rahmen der technischen Hilfe angefallen. 20 Einsätze waren sonstige Einsätze. Hierzu gehören auch die Sicherheitswachen. Es waren auch 13 Fehlalarme zu verzeichnen.

Von den 139 Einsätzen wurden wir bei 25 Einsätzen im Rahmen der nachbarlichen Löschhilfe von den Nachbarwehren angefordert. Hier wurden die Wehren bei 3 Brandeinsätzen und 11 Einsätzen im Rahmen der technischen Hilfeleistung unterstützt. Weiterhin gab es 7 Fehlalarme und 4 Alarmübungen.

Bei unseren Einsätzen wurden insgesamt 50 Menschen davon 19 Verletzte aus bedrohlichen Situationen gerettet. Leider kam bei 3 Personen jede Hilfe zu spät. Insgesamt wurden 2063 Stunden von den Kameradinnen und Kameraden bei den Einsätzen geleistet.

Am 07.05.2012 wurden wir um 15.59 Uhr zu einem Großfeuer nach Krokau, Brookwisch 10 alarmiert. Hierbei handelte es sich um ein Mehrfamilienhaus mit angebauter Werkstatt. Bereits auf der Anfahrt wurde die zuständige Feuerwehr Krokau und die FF Wisch nachalarmiert. Am Einsatzort wurde festgestellt, dass der Werkstattbereich betroffen war. Das Feuer hatte noch nicht auf das Wohngebäude übergegriffen. Es war kein offenes Feuer zu sehen. Es gab aber eine sehr starke Rauchentwicklung. Bei der Erkundung hatte der Einsatzleiter Christian Makoben eine verletzte Person aus dem Werkstattbereich gerettet. Die verletzte Person wurde dem Rettungsdienst übergeben. Es wurden sofort 2 Atemschutztrupps in den Werkstattbereich zur weiteren Erkundung geschickt. Die Atemschutztrupps hatten das Feuer im Werkstattbereich entdeckt und begannen mit der Brandbekämpfung.  Ein Trupp musste sich zurück ziehen, weil Teile der Deckenkonstruktion runter fielen. Mit der Polizei zusammen wurde das Wohngebäude evakuiert. Zusätzlich wurden die Wehren Fiefbergen und Höhndorf/Gödersdorf angefordert. Aufgrund der immer noch starken Rauchentwicklung wurden jetzt Einsatzabschnitte gebildet. Zum einen wurde ein Bereitstellungsraum für PA-Träger eingerichtet und ein Einsatzabschnitt für die Wasserversorgung. Die Wasserversorgung wurde von einer offenen Wasserstelle in der Straße Damm aufgebaut. Aufgrund des intensiven Personaleinsatzes unter Atemschutz wurden jetzt die Feuerwehren Stakendorf, Krummbek, Probsteierhagen und Laboe nachgefordert.

Das Ablöschen des Feuers gestaltete sich sehr schwierig. Daraufhin wurde Schaum eingesetzt. Jetzt gelang es den PA-Trupps in den letzten Lagerraum vorzudringen. Die Einsatzleitung konnte jetzt "Feuer unter Kontrolle" melden. Nun konnte mann feststellen, dass das Feuer nicht auf das Wohnhaus überging. In Absprache mit dem Bgm Krokau und dem WF Krokau wurde ein Bagger angefordert. Mit dem Bagger wurde die Dachkonstruktion eingerissen um an die letzten Glutnester zu gelangen. Gegen 21.08 Uhr konnte dann der Leitstelle "Feuer aus" gemeldet werden.

Bei dem Einsatz wurden 49 Atemschutzgeräteträger eingesetzt. Einige der Atemschutzgeräteträger wurden nach einer Pause sogar ein zweites Mal eingesetzt. Es wurden 63 Atemluftflaschen, 50 B-Schläuche, 30 C-Schläuche und etliche Kanister Schaummittel an der Einsatzstelle verbraucht.

Am 24.05.2012 wurden wir um 12.40 Uhr zur nachbarlichen Löschhilfe bei einem Großfeuer im Kulturzentrum Salzau alarmiert. Nach ersten Angaben der Leitstelle sollten Holzteile an einem Gebäude brennen. Bereits auf der Anfahrt war über Funk zu hören, dass die Konzertscheune brennen sollte. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle brannte der Dachstuhl der Scheune bereits in voller Ausdehnung. Die Leitstelle rief weitere Wehren dazu. Am Einsatzort gab es zu diesem Zeitpunkt noch keinen Einsatzleiter. Jetzt übernahm der Wehrführer der FF Schönberg die Einsatzleitung. Der Einsatzleitwagen der FF Schönberg wurde für die Einsatzleitung eingesetzt. Nach einer kurzen Erkundung wurde vom Einsatzleiter die Einsatzstelle in zwei Einsatzabschnitte aufgeteilt. Die Scheune sollte kontrolliert abbrennen. Die Wehren bekamen den Auftrag die angrenzenden Gebäude im nördlichen und südlichen Teil zu schützen. Im südlichen Teil waren die Wehren aus Fargau, Schönberg und Stoltenberg eingesetzt. Im nördlichen Teil die Wehren aus Pratjau, Selent, Martensrade und Schlesen. Weiterhin wurden die Wehren Schönberg und Selent im äußeren Bereich für den Gebäudeschutz mit eingesetzt. Um 13.27 Uhr konnte der Leitstelle "Feuer unter Kontrolle" gemeldet werden. Die Gefahr einer weiteren Ausbreitung auf die Nachbargebäude bestand nicht mehr. Um 13.36 Uhr hat der Amtswehrführer vom Amt Selent/Schlesen als Einsatzleiter die Einsatzstelle übernommen. Nachdem die Gebäude mit der Wärmebildkamera nochmals überprüft worden sind, wurden die Löscharbeiten eingestellt. Die Feuerwehr Schönberg wurde gegen 15.17 Uhr aus dem Einsatz entlassen.

Zu einem Mittelbrand wurden wir am 26.07.2012 um 11.12 Uhr gerufen. Es wurde eine starken Rauchentwicklung in einem Reetdachhaus am Schönberger Strand gemeldet. Bei dem Gebäude im Bereich der Promenade handelte es sich um ein Doppelhaus. Am Einsatzort konnten wir eine Rauchentwicklung im Erdgeschoß der linken Doppelhaushälfte feststellen. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Personen mehr im Gebäude. Es wurden sofort 2 Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung eingesetzt. Die Atemschutztrupps setzten die Wärmebildkamera ein, um den Brandherd zu lokalisieren. Vorsorglich wurden um 11.23 Uhr die Wehren Stakendorf und Wisch angefordert. In einem Gästezimmer hatten die Atemschutztrupps den Brandherd lokalisiert und begannen sofort mit der Brandbekämpfung. Gegen 11.38 Uhr konnte der Leitstelle "Feuer unter Kontrolle" gemeldet werden. Ein Übergreifen des Feuers auf das Reetdach konnte durch die Einsatzkräfte verhindert werden. Ein Überdrucklüfter wurde zum belüften des Gebäudes eingesetzt. Nachdem ein weiterer Atemschutztrupp den Brandraum auf Glutnester überprüft hatte, konnte um 11.47 Uhr "Feuer aus" gemeldet werden.

Am 14.09.2012 wurden wir um 12.08 Uhr zu einem Gefahrgutunfall in der Gemeinschaftsschule Probstei gerufen. Bereits auf der Anfahrt wurden wir von der Leitstelle darüber informiert, dass mind. 4 Schüler über Übelkeit und Schwindel klagten. Am Einsatzort wurde dann festgestellt, dass bereits 6 Schüler die Symptome hatten. Zusammen mit dem leitenden Notarzt und dem organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes wurde sich ein Überblick über die Situation verschafft. In dem Klassenraum der Klasse 10d kam es zu einem nicht erklärbaren Vorfall, der die Symptome der Schüler verursacht hatte. In der Klasse waren von den 25 Schülern 14 betroffen. Der Klassenraum wurde durch die Feuerwehr gesperrt und es wurden Messungen durchgeführt. Bei den Messungen konnten keine Stoffe gemessen werden, die die Reaktion der Schüler erklären konnten. Der Klassenraum wurde in Absprache mit dem Schulleiter verschlossen und sollte erst von einer Firma gereinigt werden. Danach wurde der Klassenraum für die Nutzung wieder frei gegeben. Aufgrund des Vorfalls mussten 10 Schüler in Krankenhäuser gebracht werden. Es wurden 3 Notärzte und 8 Rettungswagen für die Versorgung der Schüler benötigt. In Absprache mit der Einsatzleitung wurden durch die Schulleitung alle betroffenen Eltern über den Sachverhalt informiert. Ein weiterer Einsatz der Feuerwehr war nicht mehr erforderlich.

Wir wurden am 24.09.2012 um 19.41 Uhr zu einem schweren VU mit einer eingeklemmten Person alarmiert. Der Einsatzort befand sich auf der K 13 Ortsausgang Schönberg in Richtung Krummbek. Ein Pkw war aus Richtung Krummbek auf der K 13 in einer Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer des Pkw war schwer verletzt und eingeklemmt. Der Beifahrer war ebenfalls verletzt und wurde bereits von Ersthelfern betreut. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wurden beide Patienten von Feuerwehrsanitätern versorgt. Nach Absprache mit der Notärztin musste eine Crashrettung eingeleitet werden, um den Fahrer aus dem Fahrzeug zu befreien. Nachdem der Patient befreit war, konnte er zur Weiterbehandlung in den RTW gebracht werden. Der Patient wurde dann mit dem RTW in die Uniklinik nach Kiel gebracht. Für die Betreuung der anwesenden Familienangehörigen wurde ein Notfallseelsorger angefordert. Für die eigenen Einsatzkräfte war dieser Einsatz ebenfalls sehr belastend. Im Zuge der Einsatznachbereitung wurde mit einigen Einsatzkräften der Einsatz in Gesprächen aufgearbeitet.

Außerdem wurden wir im laufenden Berichtsjahr zu etlichen Einsätzen wie z.B. zur Unterstützung des Rettungsdienstes, zu Tierrettungen, Entfernung von Wespennestern, Abstreuen von Ölspuren, etlichen Sicherheitswachen, Sicherung von Schadstellen, Rettung von Surfern und Wohnungsöffnungen gerufen.

 

Beschaffungen:

Durch die finanzielle Unterstützung der Gemeinde Schönberg und unserer fördernden Mitglieder konnten einige Anschaffungen gemacht werden. Die Beschaffung der neuen digitalen Meldeempfänger wurde endlich umgesetzt. Nachdem die Melder im Mai ausgeliefert worden sind, sollten wir das Alarmierungsnetz testen. Die Feldstärke war in einigen Bereichen so schlecht, dass eine gesicherte Alarmierung nicht möglich war. Nachdem das Netz nochmals überprüft und kalibriert wurde, konnte der Echtbetrieb dann am 2. Juli 2012 starten. Trotz aller Befürchtungen verlief die Umstellung auf die neue Digitale Alarmierung ohne große Pannen. 

Damit die Anzahl von Einsatzfahrern weiterhin stabil bleibt, werden durch die Gemeinde jährlich Führerscheine der Klasse C bezahlt. Im Berichtsjahr 2012 konnten zwei Kameraden die Führerscheinausbildung mit Erfolg abschließen. Ein weiterer Kamerad ist zur Zeit noch in der Ausbildung.

Die Ersatzbeschaffung für das 30 Jahre alte TLF 16/25 wurde ausgeschrieben und beauftragt. Die notwendigen Förderanträge sind vom Kreis Plön genehmigt worden. Das neue TLF 20/40 soll nach der jetzigen Planung im Juni 2013 ausgeliefert werden. Für die noch fehlende Beladung wird die eingesetzte Arbeitsgruppe demnächst ein Leistungsverzeichnis erstellen, damit die Ausschreibung und Beschaffung vorgenommen werden kann.

Für die Umstellung des Funknetzes auf Digitalfunk musste die Gemeinde ebenfalls die Haushaltsmittel bereitstellen. Es wird eine landesweite Beschaffung der Endgeräte geben. Um an der Ausschreibung teilnehmen zu können, wurden bereits die Anzahl und Ausstattung der Geräte festgelegt. Die schriftliche Bestellung ist bereits an die zuständige Stelle geschickt worden. Die landesweite Ausschreibung soll im 1. Halbjahr 2013 erfolgen. Das Funknetz für die Fahrzeuge soll im Kreis Plön  flächendeckend in den Jahren 2015/2016 umgestellt werden. Der Einsatzstellenfunk mit den Handsprechfunkgeräten soll Kreisweit in 2017 auf digitale Endgeräte umgestellt werden.

Nach Beschluss des Vorstandes wurde ein aufblasbares Einsatzzelt bestellt. Das Einsatzzelt soll im Februar 2013 ausgeliefert werden. Es kann zum Beispiel für die Betreuung von Verletzten, den Betrieb einer Einsatzleitung oder für die Versorgung von Einsatzkräften benutzt werden.

 

Abschluss

Bevor ich nun meinen Jahresbericht beende, bedanke ich mich recht herzlich beim Bürgermeister und bei der Gemeindevertretung für die gute Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung und Ausstattung unserer Wehr. Auch das letzte Jahr hat gezeigt, dass sie immer ein offenes Ohr für unsere Belange haben.

Ein weiterer Dank gilt auch den Kameradinnen und Kameraden, die sich bereit erklären zusätzlich Aufgaben in der Wehr zu übernehmen. Es gibt viele Aufgaben die ohne viel Aufsehen erledigt werden. Einen besonderen Dank möchte ich unserer Kleiderwartin Catharina Mertineit aussprechen, die stets darauf achtet, dass die Einsatzschutzkleidung immer in einem einsatzbereiten Zustand ist. Ein weiterer Dank gilt unserem Küchenpersonal. Unter Leitung von Klaus Sinjen ist es sichergestellt, dass die Versorgung bei Ausbildungen oder nach den Diensten gesichert ist.

Letztendlich bedanke ich mich bei euch allen, meinen Kameradinnen und Kameraden für euren Einsatz und eure Mitarbeit im vergangenen Jahr. Mein Dank gilt auch unseren Frauen, die viel Verständnis aufbringen müssen, damit wir unsere freiwillig übernommenen Aufgaben erfüllen können.

 

Jörg Matthies

Gemeindewehrführer


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